Presse

Wien am 9. März 2012

Startschuss zum Literaturpreis Ohrenschmaus 2012

Erstmals Schreibwerkstätten mit Profi-AutorInnen

Zum sechsten Mal wird heuer der 2007 initiierte Literaturpreis Ohrenschmaus in den Kategorien Lebensberichte, Prosa und Lyrik ausgeschrieben. Ab sofort sind Menschen mit Lernbehinderung eingeladen, bis zum 15. September 2012 eigene Texte einzureichen.
“Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, vor einem leeren Blatt Papier zu sitzen und mit dem Schreiben zu beginnen. Um dabei zu helfen und mehr lernbehinderte Menschen zum Schreiben zu bewegen, werden wir heuer erstmals Schreibwerkstätten mit professionellen Autorinnen und Autoren finanziell unterstützen”, erklärt der Ohrenschmaus-Gründer Franz-Joseph Huainigg.

“Zu zweit ist weniger allein”

Die Jury um Schirmherr Felix Mitterer sucht 2012 wieder herausragende Texte von lernbehinderten Menschen, die Leserinnen und Lesern neue Einblicke in das Leben und Denken behinderter Menschen ermöglichen und zur Vielfalt der Literaturlandschaft beitragen sollen. Der Ohrenschmaus versteht sich als Förderpreis, der Texte von Menschen mit Lernbehinderungen prämiert und ihnen den Zugang zur Literatur ermöglicht. Das heurige Motto lautet “Zu zweit ist weniger allein”, das ein Schreibimpuls sein kann, aber nicht muss. Alle anderen Ideen und Themen sind genauso willkommen.

Die ausgezeichneten Schriftstellerinnen und Schriftsteller werden im Rahmen einer festlichen Preisverleihung am 3. Dezember 2012 in der OvalHalle des Wiener Museumsquartiers geehrt. Der Literaturpreis ist in den Kategorien Lebensberichte, Prosa und Lyrik mit je 1.000 Euro Siegerprämie ausgeschrieben. Die Einreichfrist endet per 15. September 2012. Weitere Informationen sowie die Ausschreibungskriterien sind online unter www.ohrenschmaus.net verfügbar. Eingereicht werden kann ab sofort per Upload auf der Homepage oder auf dem Postweg: Literaturpreis Ohrenschmaus, Postfach 38, 1016 Wien.

Geförderte Schreibwerkstätten mit Profi-AutorInnen

Der Literaturpreis Ohrenschmaus fördert erstmals Schreibwerkstätten, um mehr Menschen mit intellektuellen Behinderungen als Literaturschaffende zu entdecken. Die Schreibwerkstätten sollen einen bereichernden Einfluss auf deren Lebens- und Arbeitsalltag haben. Gleichzeitig soll durch die Veröffentlichung der Texte ein neues Bild von behinderten Menschen entstehen und gestärkt werden. Wie Schreibwerkstätten aus der Vergangenheit zeigen, ist es erstaunlich, welch tolle Texte in nur kurzer Zeit entstehen können. Gefördert werden bis zu 20 Schreibwerkstätten (je 10-20 Teilnehmer/innen) mit je 300 Euro. Die Vergabe der Förderung erfolgt unter Berücksichtigung der besonderen Idee, der regionalen und institutionellen Verteilung sowie der Zielsetzung, neue Ohrenschmaus-AutorInnen ausfindig zu machen. Nähere Informationen sind zu finden unter www.ohrenschmaus.net, wo bis Ende April 2012 Bewerbungen um finanzielle Unterstützung eingereicht werden können. Die Schreibwerkstatt muss bis 31. August 2012 durchgeführt werden.

Das Buch zum Literaturpreis Ohrenschmaus

Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums im vergangenen Jahr wurden Siegertexte und Grafiken als Buch mit dem Titel “Kann nicht schlafen - Literaturpreis Ohrenschmaus: die besten Texte” herausgegeben. Als Partner für diese besondere Publikation konnte der Verlag “Bibliothek der Provinz” gewonnen werden. Das Buch ist zu einem Preis von 18 Euro im Buchhandel oder direkt beim Verlag www.bibliothekderprovinz.at erhältlich. Im Ohrenschmaus-Buch finden sich auch Anregungen eines Betreuers behinderter Menschen, wie man diese beim Schreiben unterstützen kann.

Der Literaturpreis Ohrenschmaus

Viele Menschen mit Behinderungen besitzen literarische Fähigkeiten, die sie sich selbst nie zugetraut hätten und die mit Hilfe dieses Literaturpreises gefördert und der Öffentlichkeit zu Augen und Ohren geführt werden sollen. Ziel des Literaturpreises ist es, Menschen mit Lernbehinderungen in ihrer künstlerischen Kraft und ihrem kreativen Potential zu motivieren und zu unterstützen. Hinter dem Literaturpreis Ohrenschmaus steht ein Organisationsteam bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern von Caritas, Diakonie, Jugend am Werk, Lebenshilfe und Vienna People First. Die Jury um Felix Mitterer (Schirmherrschaft), namentlich Eva Jancak, Heinz
Janisch, Ludwig Laher, Barbara Rett und Andrea Stift sowie – neu in der Runde – Nikolaus Glattauer, freut sich auf viele Einsendungen.

Rückfragehinweis:
~
Rückfragen zu den Einreichungen
Evelyn Pammer, +43 (0) 1 40110-4647, literaturpreis@ohrenschmaus.net

Presserückfragen
Roberta Rastl-Kircher
Diakonie Österreich, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: (+43) 1 409 80 01-14, Mobil: (+43) 664 314 93 95
E-Mail: roberta.rastl@diakonie.at

————————————————————————-

Wien am 30. November 2011

Preisverleihung Ohrenschmaus: Zum fünften Mal wurden die besten Texte ausgezeichnet

Ruth Oberhuber, Peter Gstöttmeier und Reinhard Schmidt heißen die diesjährigen GewinnerInnen des Literaturpreises Ohrenschmaus 2011

Zum fünften Mal wurde heuer der Literaturpreis Ohrenschmaus in den Kategorien Prosa, Lyrik und Lebensberichte im Wiener Museumsquartier vergeben. “Dieser Literaturpreis ist ein Kulturprojekt – und kein Sozialpreis – und soll das öffentliche Bild von behinderten Menschen nachhaltig verändern. Menschen mit Lernbehinderung wollen zeigen, was sie können und das ist beeindruckend, wie die zahlreichen Texte beweisen. Zudem sollen Literatinnen und Literaten durch die Ausschreibung des Literaturpreises motiviert werden, ihr Talent und ihre Leidenschaft zum Schreiben weiterzuverfolgen”, so der Initiator Franz-Joseph Huainigg.

Bei der diesjährigen Preisverleihung am Dienstag, 29. November 2011 wurden die Siegertexte im Rahmen einer abwechslungsreichen Veranstaltung, moderiert von Barbara van Melle und Ronny Pfennigbauer, im Wiener Museumsquartier prämiert. Die Jury des Ohrenschmauses bestehend aus Felix Mitterer (Ehrenschutz), Eva Jancak, Barbara Rett, Andrea Stift, Heinz Janisch, Ludwig Laher und Kurt Palm hat heuer folgende SiegerInnen auserkoren: Peter Gstöttmaier mit dem Text “Söbständi” (in der Kategorie Lebensberichte), Reinhard Schmidt mit “Ascheimer” (in der Kategorie Prosa) sowie Ruth Oberhuber mit “Der Durchbruch des Kindes in mir” (in der Kategorie Lyrik).

Das Buch zum Ohrenschmaus!

Besonders stolz sind der Initiator Franz-Joseph Huainigg und die Partnerorganisationen Caritas, Diakonie, Jugend am Werk, Lebenshilfe und Vienna People First auf das druckfrische Ohrenschmaus-Buch, das die besten eingereichten Texte aus insgesamt fünf Jahren versammelt. Das Buch ist ab nächster Woche im Buchhandel (Verlag der Provinz) erhältlich und kostet € 18,- . Besonderer Dank gilt den Sponsoren Erste Bank, Raiffeisen Wien, Baumax, Zotter, Lions Club Wieselburg, Verbund, Wiener Städtische und dem Museumsquartier Wien, die mit ihrer Unterstützung einen zentralen Beitrag leisten.

Begründungen der Jury 2011

Peter Gstöttmaier “Söbständi” (Preisträger Lebensberichte)
“Söbständi ist, allas sölba macha, sölba denka und toan”, schreibt der 1962 in Waldhausen geborene Peter Gstöttmaier und hat gerade dadurch die Jury fast einstimmig überzeugt, ihn zum heurigen Preisträger des  “Ohrenschmauses” in der Sparte Lebensbericht zu machen. Wobei wahrscheinlich besonders die Authentizität des handgeschriebenen Textes und das Verwenden der Umgangssprache beeindruckte. Denn Selbständigsein ist nicht nur wichtig, sondern bedeutet auch, sein Leben selber in die Hand zu nehmen und aufzuschreiben.

Ruth Oberhuber “Der Durchbruch des Kindes in mir” (Preisträgerin Lyrik)
Bei den vielen schönen Lyriktexten, die heuer beim “Ohrenschmaus” eingereicht wurden, überzeugte die Jury ganz besonders die Gedichte der 1993 in Linz geborenen Ruth Oberhuber, die mit poetisch starken Worten vom Erwachsenwerden und dem von zu Hause ausziehen erzählt. “Ich wollte sehen, ob ich leben kann”, schreibt sie und hat es wahrscheinlich schon bewiesen, obwohl es nicht immer leicht und einfach ist, “wenn der Wind eisfischen geht” und es “Regen, Nebel” gibt “dann wieder Sonne und Licht” gibt.

Reinhard Schmidt “Ascheimer” (Preisträger Prosa)
“Ascheimer” – dieser Text ist in meinen Augen auch deshalb großartig, weil er das Gutgemeinte thematisiert, das für Nichtstandardmenschen noch lange nicht das Gute sein muss. Beladen mit den Ladengeschenken, vor denen dem Erzähler graust, flüchtet er sich täglich in ein anderes Geschäft, wo er den unangetasteten frischen Kuchen im Mistkübel verschwinden lässt. Wunderbar auch, wie der Autor am Schluss sich die Perspektive der Bäckersfrau aneignet, die ob des regelmäßigen absurden Geschehens immer lachen muss.

Alle eingereichten Texte finden Sie hier .

————————————————————————-

Wien, am 14. März 2011

Startschuss für Ausschreibung zum Literaturpreis Ohrenschmaus 2011
Utl: Erstmals wird ein Ohrenschmaus-Buch aufgelegt

Zum fünften Mal wird heuer der „Literaturpreis Ohrenschmaus“ in den Kategorien Lebensberichte, Prosa und Lyrik vergeben. Bis zum 31. August 2011 können Texte von Menschen mit Lernschwierigkeiten eingereicht werden. „Heuer haben Literatinnen und Literaten leider ein Monat weniger Zeit für ihre Einreichungen. Die Vorverlegung des Einsendeschlusses auf Ende August war notwendig, da wir für das Fünfjahresjubiläum ein Buch zum Ohrenschmaus produzieren und wir das rechtzeitig im Rahmen der Preisverleihung am 1. Dezember 2011 präsentieren möchten.“, erklärt Franz Joseph Huanigg/Initiator des Ohrenschmaus.

Bis 31. August 2011 sucht die Jury um Felix Mitterer herausragende Texte, die LeserInnen neue Einblicke ermöglichen und zur Vielfalt der Literaturlandschaft beitragen sollen. Der „Ohrenschmaus“ versteht sich als Förderpreis, der Texte von Menschen mit Behinderungen prämiert und ihnen den Zugang zur Literatur ermöglichen möchte.

Anlässlich seines Jubiläumsjahrs, wird der Literaturpreis ein Buch herausgegeben, das die besten eingereichten Texte und Grafiken aus insgesamt fünf Jahren zum Inhalt hat. Als Partner für diese besondere Publikation konnte der Verlag der Provinz gewonnen werden. Für den Vertrieb des Buches, das Anfang Dezember 2011 erscheinen wird, wird noch ein Unternehmenspartner gesucht.

Die Jury und die Preisverleihung

Die Jury des Ohrenschmaus besteht aus Felix Mitterer (Schirmherr), Andrea Stift, Ludwig Laher, Eva Jancak, Heinz Janisch, Barbara Rett und Kurt Palm.

Die ausgezeichneten SchriftstellerInnen erhalten ein Preisgeld von jeweils 1.000 Euro, das ihnen im Rahmen eines Festaktes im Beisein von Bundesministerin Claudia Schmied am 1. Dezember 2011 in der Ovalhalle des Museumsquartiers überreicht wird. Die Schokoladen-Manufaktur Zotter wird heuer für den Literaturpreis wieder eine eigene Edition kreieren, die auf der Innenseite der Banderole den Lyrik-Siegertext präsentiert.

Ausschreibungskriterien

Die Einreichfrist endet heuer bereits mit 31. August 2011. Alle Infos und Ausschreibungskriterien sind im Internet abrufbar unter www.ohrenschmaus.net. Eingereicht werden kann ab sofort via Internet oder auf dem Postweg: Literaturpreis Ohrenschmaus, Postfach 38, 1016 Wien.

Literaturpreis Ohrenschmaus

Viele Menschen mit Behinderungen besitzen literarische Fähigkeiten, die sie sich selbst nicht zugetraut hätten und die mit Hilfe des “Literaturpreis Ohrenschmaus” gefördert und der Öffentlichkeit zu “Ohren” gebracht werden. Diese Menschen in ihrer künstlerischen Kraft zu motivieren und zu unterstützen, will der Literaturpreis Ohrenschmaus.
Hinter dem “Literaturpreis Ohrenschmaus” steht ein Organisationsteam bestehend aus Caritas, Diakonie, Jugend am Werk, Lebenshilfe und Vienna people first.

Medienanfragen:
Bettina Klinger
Leitung Kommunikation
Diakonie Österreich
Tel: 01/409 80 01-14
Mobil: 0664/314 93 95

Eva Singer/Büro Franz-Joseph Huainigg
Tel. 0650/4677990

————————————————————————-

Pressemeldung Diakonie Österreich
Wien, am 1. Dezember 2010

Felix Mitterer: Gute Literatur muss mich berühren
Utl: Literaturpreis Ohrenschmaus wurde gestern an drei Autoren mit Behinderung vergeben

“Was gute Literatur ist? Es muss mich berühren und ich muss dabei Neues erfahren. Und was auch noch bei den Ohrenschmaus-Texten zusätzlich auffällt, sie sind unglaublich witzig. Das ist gute Literatur.”, betonte Felix Mitterer, Schirmherr des Literaturpreises Ohrenschmaus, bei der Preisverleihung am 30. November 2010 in der Oval Halle des Wiener Museumsquartiers.

Dieser Literaturpreis, der bereits zum vierten Mal verliehen wurde, würdigt herausragende Texte von KünstlerInnen mit intellektueller Behinderung. Aus insgesamt heuer 140 Einreichungen wählte die Jury drei Siegertexte und kürte zehn EhrenpreisträgerInnen. Die diesjährigen Preisträger sind: David Sylvester Marek (Kategorie Prosa), Stefan Mann (Kategorie Lyrik) und Reinhard Buchmann (Kategorie Lebensberichte).

DAVID SYLVESTER MAREK wurde am 3. Dezember 1971 in Wien geboren, wo er heute auch lebt. Seine großen Interessen sind Geographie, Literatur und Eisenbahnen. Die Stubaitalbahn und die Karwendelbahn sind seine Lieblingsbahnen. Er ist Klient der gemeinnützigen GmbH Assist, die sozialwirtschaftliche Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen anbietet.
In der Jurybegründung zu seinem Text “Geheimnisse in der Silvretta” ist zu lesen: “Eine höchst phantasievolle, assoziative und geheimnisvolle, dabei aber gleichzeitig nüchterne, ironische Dialogprosa hat die Jury überzeugt. David Mareks Gespräche zwischen Herrn Sucher und Herrn Hetzer oberhalb der Baumgrenze sprühen nur so vor Originalität und verharren in überzeugter Abseitigkeit.”

In der Kategorie Prosa überzeugte die Jury der eingereichte Text von Stefan Mann.
“Wie man auf die Welt kommt ist eine der Fragen, die jeden von uns bewegt. Stefan Mann, der manchmal mit Jesus spricht, hat eine spannende Antwort gefunden, wie man aus einem jungen Affen im finsteren Weltall zu einem wertvollen Kind werden kann. Stefan Manns Texte sind merkwürdig bizarr und verstehen das Leben in schrillen, farbenfrohen Bildern und erklären es in einer sehr lebendigen Sprache. Mal macht er sich Gedanken über die Entstehung des Lebens, dann dreht er die Grimmschen Märchen um, wie er sie haben will oder gleitet ein in die Welt des Films in einem Dialog mit Britney Spears, um dadurch zum Star zu werden.”
STEFAN MANN wurde am 6. Juli 1980 in Wien geboren und lebt jetzt in Ried i. Innkreis in einer Wohngemeinschaft. Er arbeitet in der Keramikwerkstätte und im Theater Malaria des Diakoniewerks Gallneukirchen. Seine Hobbys sind klassisches Ballett und Walzer tanzen, sowie Zeichnen und Schreiben. Sein großer Wunsch ist es, einmal mit Professionisten auf der Bühne stehen zu können. Er möchte bald den Schritt in die Selbstständigkeit wagen und in einer eigenen Wohnung leben.

Als dritten Preisträger entschied sich die Jury für Reinhard Buchmann und seinen Text “Aufsatz vom Wochenende” in der Kategorie Lebensberichte.
REINHARD BUCHMANN wurde am 21. September 1964 in Wien geboren, er arbeitet in der Werkstatt Speckbachergasse und wohnt in der Wohngemeinschaft Sobieskigasse in Wien (Jugend am Werk). Seine Hobbies sind Wandern und Schifahren, Bücher lesen – vor allem Lexika. Er spricht nur selten.
Aus dem Begründungstext der Jury geht hervor: “In einer in ihrer Lakonie berührenden und witzigen Sprache schildert Reinhard Buchmann sein Wochenende: als Ausschnitt seines Lebens. In der Textgestaltung spielt er gekonnt mit Phrasen und Wiederholungen. Seine formal strenge Sprachführung ist der Jury auch bei seinem zweiten Text für die Kategorie Prosa höchst positiv aufgefallen – eine auch für die Zukunft vielversprechende Leistung!”

Die ausgezeichneten SchriftstellerInnen erhalten ein Preisgeld von jeweils 1.000 Euro für die drei Kategorien, eine Urkunde sowie eine eigens kreierte “Ohrenschmaus-Schokolade” von der Firma Zotter. Der Siegertext von Stefan Mann ist auch auf der Innenseite der Banderole der Schokolade nachzulesen.
Die feierliche Preisverleihung im Wiener Museumsquartier fand gestern im Beisein von zahlreichen Gästen und AkteurInnen statt u.a. Bundesministerin Claudia Schmied, Schirmherr Felix Mitterer, Frank Hoffmann, die KünstlerInnen Ronny Pfennigbauer, Clara Horvath, Mike Brozek u.v.a. Johannes Kaup übernahm alleine die Moderation, nachdem die vorgesehene Ko-Moderatorin Michaela König krankheitsbedingt absagen musste.

Literaturpreis Ohrenschmaus
Hinter “Ohrenschmaus” steht ein Organisationsteam, das sich auf Initiative von Franz-Joseph Huainigg, Abg. zum Nationalrat gebildet hat und aus den Organisationen Diakonie, Lebenshilfe, Caritas, Jugend am Werk und Vienna people first besteht. Den Ehrenschutz hat der Schriftsteller und Autor Felix Mitterer übernommen. Als Jury konnten namhafte Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur gewonnen werden: Eva Jancak, Heinz Janisch, Ludwig Laher, Kurt Palm, Andrea Stift, und Barbara Rett.
Alle eingereichten Texte sind unter www.ohrenschmaus.net nachzulesen.

Rückfragehinweise Medien:
Mag. Bettina Klinger/Diakonie Österreich
Leitung Kommunikation
Tel: 409 80 01-14
Mobil: 0664 / 314 93 95
E-Mail: bettina.klinger@diakonie.at
www.diakonie.at

————————————————————————-

Pressemeldung Diakonie Österreich
Wien, am 14. September 2010

Österreichischer Literaturpreis geht in die vierte Runde
Noch bis 30. September 2010 können Texte für den “Ohrenschmaus” eingereicht werden

Auch dieses Jahr kürt der “Literaturpreis Ohrenschmaus” SchriftstellerInnen für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Literatur. Ausgezeichnet werden die besten Texte von Menschen mit intellektueller Behinderung. Bis 30. September haben Interessierte noch die Möglichkeit ihre Texte online (www.ohrenschmaus.net) einzureichen.

Jürgen Ceplak, lebt in der Diakonie-Kunstwerkstatt De La Tour. Für seine eingereichten Gedichte wurde er von der Jury mit einem Ohrenschmaus-Ehrenpreis ausgezeichnet. Zu seinen Texte sagt Jürgen Ceplak: “Ich bin gerne zurückgezogen, dann denke ich zuerst nach und dann fällt mir vieles ein und manchmal dauert es länger. Gedichte sind wie Geschichten von Menschen, Tieren und Pflanzen. Geschichte ist wie das Leben, ein Kreis – von Anfang bis zu Ende sowie ein Uhrzeiger. Die Geschichte ist manchmal gruselig, witzig und manchmal auch traurig. Es gibt auch ernste Gedichte. Und wenn du ein Gedicht denkst, fühlst du dich leichter.”
Der Literaturpreis Ohrenschmaus dient als Bühne für Werke, die aus der Feder vom Menschen mit intellektueller Behinderung stammen. In den letzten drei Jahren haben sich die eingereichten Schriftstücke als literarische Feinkost herausgestellt. Ziel dieses beispielgebenden Literaturpreises ist es, Menschen mit intellektueller Behinderung zu erreichen, zu entdecken und ihr schriftstellerisches Talent zu fördern.
Bereits zum vierten Mal wird ein namhaftes JurorInnenteam rund um Schirmherrn Felix Mitterer Texte aus den Kategorien “Lebensberichte, Prosa und Lyrik” nominieren.

Preisgeld und Schokolade
Die ausgezeichneten SchriftstellerInnen erhalten ein Preisgeld zu jeweils 1.000 Euro pro Kategorie. Zusätzlich kürt die Jury jährlich EhrenpreisträgerInnen. Als kulinarischen und literarischen Leckerbissen wird jedes Jahr eine eigene Zotter-Schokolade kreiert, die in der Innenseite der Banderole einen Siegertext abdruckt. JedeR TeilnehmerIn erhält eine Schokolade.
Die Preisverleihung findet im Rahmen eines feierlichen Festakts am Dienstag, 30. November 2010 um 19 Uhr in der Ovalhalle des Museumsquartiers statt. Die Initiative Ohrenschmaus wir unterstützt von Franz-Joseph Huainigg, der Diakonie, Caritas, Jugend am Werk, der Lebenshilfe Österreich sowie Vienna people first.

> Download als pdf (22 kB)

————————————————————————-

Pressemitteilung vom 21. April 2010

Austrias next Top-Writer: Literaturpreis Ohrenschmaus 2010 sucht beste Texte

Ausgezeichnete Literatur von Menschen mit Lernschwierigkeiten in den Kategorien Lebensberichte, Prosa und Lyrik

„In TV-Shows werden Topmodels gesucht, der Literaturpreis Ohrenschmaus sucht den next Top-Writer, und das heuer bereits zum vierten Mal! Ausgezeichnet werden die besten Texte von Menschen mit intellektueller Behinderung. Aber noch immer gibt es viele Menschen mit Beeinträchtigung in Werkstätten oder in Wohngemeinschaften, die ihre schriftstellerischen Talente noch nicht entdeckt haben. Und genau die wollen wir ermutigen, heuer beim Literaturpreis Ohrenschmaus einzureichen“, betont Initiator Franz-Joseph Huainigg.
Fast zeitgleich mit dem Welttag des Buches am 23. April startet heuer die Ausschreibung für den Literaturpreis Ohrenschmaus. Bis 30. September 2010 sucht eine namhafte Jury um den Schriftsteller Felix Mitterer die besten literarischen Texte, verfasst von Menschen mit Lernschwierigkeiten/intellektueller Behinderung.

Zwei neue Jurymitglieder und ein Literaturcafe

Andrea Stift und Ludwig Laher sind heuer erstmals mit in der Jury des Literaturpreises Ohrenschmaus, die aus namhaften Persönlichkeiten des österreichischen Literaturbetriebs besteht. Bei der Auswahl der besten Texte 2010 unterstützen sie Felix Mitterer, Heinz Janisch, Eva Jancak, Barbara Rett und Kurt Palm.
Heuer gibt es erstmals ein „Literaturcafé Ohrenschmaus“ auf facebook, bei dem sich Menschen mit Lernbehinderungen, BetreuerInnen und Interessierte austauschen und vernetzen können.

Die Preise

Die ausgezeichneten SchriftstellerInnen erhalten ein Preisgeld von jeweils 1.000 Euro, das ihnen im Rahmen eines feierlichen Festaktes und im Beisein von Bundesministerin Claudia Schmied am 30. November 2010 in der Ovalhalle des Museumsquartiers überreicht wird. Die Schokoladen-Manufaktur Zotter wird auch dieses Jahr für den Literaturpreis eine eigene Edition kreieren und die Innenseite der Banderole mit dem Siegertext abdrucken.

Entstehungsgeschichte

Seinen 40igsten Geburtstag nahm Franz-Joseph Huainigg, Abgeordneter zum Nationalrat Behindertensprecher der ÖVP, zum Anlass, den Literaturpreis Ohrenschmaus ins Leben zu rufen: „Mein Ziel war jenen Menschen endlich eine Chance zu geben, ihre Schriftstücke publizieren und sich einer objektiven Fachkritik unterziehen zu können. Gleichzeitig wollte ich, dass die Öffentlichkeit in den Genuss dieser Texte kommt.“
Hinter dem “Literaturpreis Ohrenschmaus” steht ein Organisationsteam bestehend aus Caritas, Diakonie, Jugend am Werk, Lebenshilfe und Vienna people first.

Ausschreibungskriterien

Die Einreichfrist endet mit 30. September 2010. Eingereicht werden kann ab 22. April 2010 via Internet oder auf dem Postweg: Literaturpreis Ohrenschmaus, Postfach 38, 1016 Wien.

Ein Ohrenschmaus: Die CD

Die Texte aus drei Jahren Literaturpreis Ohrenschmaus gibt es übrigens nicht nur online zu lesen, sondern auch zu hören. Die CD „Best of Ohrenschmaus“ ist im Ö1 Shop erhältlich und kostet 14,5 Euro. Es lesen Chris Pichler und Frank Hoffmann. http://oe1.orf.at/shop

Medienanfragen:
Bettina Klinger/Diakonie Österreich
Tel: 01/409 80 01-14
Mobil: 0664/314 93 95

Eva Singer/ Büro Franz-Joseph Huainigg
Tel. 0650/4677990
www.ohrenschmaus.net