Texte 2017

Die Preisträgerinnen und Preisträger

David TRITSCHER

Literaturpreis Ohrenschmaus Preisträger TRITSCHER DavidGefangene Gedanken

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Gefangene Gedanken

Manchmal läßt du die Gedanken frei und manchmal sperrst du sie ein.
Gefangene Gedanken sind in deinem Kopf, doch irgendwann werden sie ziehen.
Irgendwann werden sie ziehen und dann sind sie frei.
Nichts hält sie noch zurück und nichts hält sie noch bei dir.
Sie ziehen in die Weite hinaus, denn sie sind jetzt frei.
Sind sind jetzt frei und nicht mehr gefangen.

Kurzbiografie

David Tritscher, geboren 1999, wohnt in Wien und besucht seit September 2017 die IFIT-Schule. Er steht sehr gerne im Rampenlicht und liebt es, Texte zu schreiben. Besonders wohl fühlt er sich mit Erwachsenen, freut sich aber über Freunde in seinem Alter. Obwohl er nur 10% Sehrest hat, kommt David sehr gut ohne Hilfsmittel im Alltag zurecht.

Laudatio

Laudatio für David TRITSCHER

Die Gedanken, meine sehr verehrten Damen und Herren, sind frei, zumindest behauptet das ein altes Volkslied. Aber vielleicht sind die Gedanken gar nicht so frei, vielleicht sitzen sie gefangen wie Kanarienvögel im Käfig unserer Köpfe und tirilieren, zwitschern oder krächzen. Vielleicht denken die Gedanken nur, dass sie frei sind, obwohl sie bloß das denken können, was jemand anderer bereits vorgedacht hat. Möglicherweise ist ja das Nachdenken nur ein Hinterherdenken von Gedanken, die längst ausgedacht, also zu Ende gedacht sind. Die Gedanken sind so frei, so etwas zu denken und dass dies hier möglich ist, verdanke ich dem großartigen Text von David Tritscher, einem der heutigen Preisträger, der den Titel „Gefangene Gedanken“ trägt und nichts weniger macht als die gefangenen Gedanken zu befreien – auch von Sätzen, die behaupten, dass sie frei wären, die Gedanken, was sie nicht sind, so lange sie noch, wie es im Gedicht heißt, bei dir sind. Nein, wir müssen sie ziehen lassen, in die Weite hinaus müssen wir sie ziehen lassen, erst dann sind sie nicht mehr gefangen.

Schön, dass sich so ein Denken über Gedanken einem Text von einem Dichter mit Lernschwierigkeiten verdankt und damit zeigt sich vielleicht auch, dass vieles von dem, was wir über solche „Menschen mit Lernschwierigkeiten“ denken, alles andere denn frei ist.

David Trischer ist noch sehr jung und seine Ziele hat er im Lebenslauf mit kreativ arbeiten, Texte schreiben und Musik machen definiert. Er ist 1999 in Wien geboren, besitzt noch 10 Prozent Sehfähigkeit und den Rest können Sie sich vielleicht denken, darin sind Sie frei.

Ich gratuliere ihm herzlich, bedenke, äh bedanke mich für den hervorragenden Text, und wünsche ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute.

von Franzobel

Auszug aus der Jurybegründung

„David Tritscher gelingt es mit Gefangene Gedanken auf verblüffende Weise das bekannte Volkslied von den freien Gedanken noch einmal zu wenden, um im freien Umgang die Gedanken, die bei ihm gefangen sind, noch freier zu machen. Ein nur scheinbar einfacher Text mit großer gedanklicher Tiefe, dessen Souveränität absolut preiswürdig ist.“ – Jurymitglied Franzobel

Christoph DIETRICH

Literaturpreis Ohrenschmaus Preisträger DIETRICH ChristophDe guade blaue Schmierfettn

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De guade blaue Schmierfettn

Wenn’s Schmierfett gfroren ist, kann ichs schwer ausm Rörl rausdrückn. Wenn’s wärmer wird, kann man das Fett wieder leichter aus der Spritze rauspressn.
Das Walzenlager hat die Kraft beim Reifen nicht mehr ausgehalten – zrissen hots as!
Der Kollege ist so schief gefahren, es hot dem Druck nimma standgehalten.
Es kommt immer drauf an, wos es für Lager san: Kugel-, Walzen-, Schrägrollenlager.
Das Walzenschrägrollenlager hab ich beim Güllefassl ausgebaut, weil’s kaputt war.
Die Belastung kommt auf’s Lager, den Rotor. Dabei kommt’s immer drauf an, wie es
gebaut ist: mit Ölbadgetriebe, mit Schmierfett.
Blaues Schmierfett ist hochwertiges Fett – wie Mähdrescherfett.
Statt dem Schmierfett wird manchmal a mit Gleitmittel geschmiert. Da haben sie a
neues Lager erfunden – warum nehmen wir nicht gleich Gleitmittel für’s Lager? Das
wird ja warm! Nachdem die Maschine ja arbeitet, soll’s Lager nicht warm werden,
verstehst mich?
Schmieren darf man nicht vergessen, weil es sonst zu Schäden führt. Es ist wichtig.
Du musst denken: Die Maschine ist einer Belastung ausgesetzt. Der Druck geht dann
aufs Lager über. In Zell am See waren die Gleitlager. Die werden nur mit Öl
geschmiert, nicht mit Schmierfett.
In Kaprun brauch ma a ganze Tonne Öl. Sonst würd es die Tonnen nicht aushalten.
In Kaprun brauchens sicher a Palette mit Öl. Du musst denken: Es sind ja acht
Hochdruckturbinen! Acht Stück! Auf jeda Seitn. Das glaub i fast ned.
Mi datt intressiern wie vü Öl de brauchn. Also des Getriebe. Damits ned has wird.
Vielleicht braucht Kaprun as ganze. An ganzn Liter voll. Wegn der Übasetzung vom
Getriebe. Des Getriebe muss ja übasetzt werdn, damit des Laga mit Öl vull wird.
Die Komponenten eines Schmierfetts san Grundöl. Wast, warum i des nie gwusst
hab? Weil is ned glernt hab! Des Schmierfett is so schön gelb – wie die
Sunnencreme. Da kommt a nu a weißes Pulver eini. Des kommt in die Tromml rein
wos Rührwerk is. Additive halt. Damits zähflüssig wird. Des glaub i a.
De guade blaue Schmierfettn haltet die größte Belastung aus. Die ist besser. Wenn
ich jetzt zum Beispiel den Lodewogn hernimm – der hot so a großes Kugelloger
zwischen dem Rotor drinnen. Des is hitzebeständiger. Des stölt ma so ein, dass es
funktioniert. De blaue Schmierfettn haltet jedes Wasser fern.
Es geht darum: Wenn du der Verkäufer bist und i muss mi dann entscheiden,
welches Schmierfett i brauch, damit i alles wieda zum Laufen bring. Des blaue Fett,
wie i scho gsagt hab, des is hitzebeständig, es kann net wegrinnen, walls net
anbrennt wird. Des würdest ma empfehln, des is des beste!
I hab a scho Probleme ghabt mit der Abpickungsrolle. Da hab i den Nippl gsucht,
vielleicht hat der si verdreht. Glaubst i hätt den gfundn mit der Fettspritzn? I hab so
bled gschaut.
Wir san kane Chemika. Wenn ma wöche wärn, würd ma wissen, was des hasn sull.
Monikotfett. Alter Fuchs. Des schwarze. Des Graphitfett. Der Graphit wird zermahlen
und dann gerührt.
Des Problem is des Loga. Des Zylinderrollenlager. De depperten Rollen weichen
aus.
I hob a geile Idee! Des geile kummt jetzt: De probieren jetzt an Schmierbecher
einzubauen mit am Messer drin. Und des druckt dann auf die Logerungen. Also bei
der Windkraft denkt sich die Firma in Graz drinnen, wie man des am besten lösen
könnt. Da habens die Schmierfettbecher entdeckt.
Die Zentralschmieranlag is der Becher. Da is a Messer, des druckt das Fett genau
auf die Lagerung drauf. Damits regelmäßig eingfettet wird. Wennst jetzt zum Beispiel
an klaneren Bagger host, dann brauchst ned absteign. Der hat den Schmierbecher
oben. Da is a Messer drin und des druckt dann des Schmierfett eini. Es war nämlich
immer so schwer, zum Loger zuwi zu kommen.
Soll i da ehrlich sogn, was Hydrauliköl bedeutet? I hab ja daham an Ventilator. Beim
Zug war der Schlauch neben, wo des Hydrauliköl drin war. Dort is des Öl auf den
Ventilator raustropft und es hat zum Brennen angfangen. Des hat niemand gesehen.
Des war bled.
Aber ans muss i sogn: Es gibt vül Schmierfettn, gonz vül. Aber de guade blaue
Schmierfettn is die beste!

Kurzbiografie

Christoph Dietrich wurde 1983 in Graz geboren. Er ist in einer Künstler-Familie aufgewachsen und ist selbst Maler und Dichter. 2005 hat Christoph die Goldmedaille im Floor Hockey bei den Special Olympics Winter World Games in Nagano gewonnen.

Laudatio

Laudatio für Christoph DIETRICH
von Eva Jancak

Der 1983 in Graz geborene Christoph Dietrich scheint ein Schmierfett-Experte zu
sein. Mit knappen klaren und doch sehr lakonischen Worten führt er uns ein in die
Schmierfett- und damit auch in die Farbenlehre, denn da schillert alles von blau zu
gelb oder schwarz und dann wieder zu der guten blauen Schmierfettfarbe zurück.
Oder zur „guaden Schmierfetten“, denn Christoph Dietrich schreibt im Dialekt.

Das heißt, er erzählt uns, so wie man in der Werkstatt, auf der Baustelle eben
spricht, seinen Tagesalltag, sein Leben in der „Schmierfettforschung“, denn „Blaues
Schmierfett ist ein hochwertiges Fett – wie Mähdrescherfett“ und verwendet einen
eigenen, unverwechselbaren Tonfall dabei, der viele Wortneuschöpfungen und
Verwendungsmöglichkeiten schafft, die eigentlich ganz einfach sind.

„Aha!“, sagen wir und halten wahrscheinlich staunend unsere Münder offen, denn
Hand aufs Herz, wer hat die verschiedenen Schmierfettenvarianten und Formen
schon so genau, wie Christoph Dietrich studiert, der uns vom „Kugel- Walzer- und
Schrägrollenlager“ erzählt und genau weiß, wieviel Tonnen Öl in Kaprun benötigt
werden oder in Zell am See, wo es die Gleitlager gibt, die „nur mit Öl nicht mit
Schmierfett beschmiert werden.“

Sehr lakonisch der Text und die Einführung in die Mechanik, die Hydraulik, in die
Technik oder was immer die Gebiete der Schmierfettkunde sind.

Mit knappen klaren Worten und trotzdem sehr eindrucksvoll, bringt der in Graz
geborene, der in einer Künstlerfamilie aufwuchs, Maler und Dichter und außerdem,
man sieht die Vielseitigkeit, noch Gewinner einer Goldmedaille im Floor Hockey bei
den Special Olympics in Nagano, ist, seine Welt zu Gehör. Formuliert leicht und
locker das „Du“, um seine Leser in den Erzählfluß hineinzubringen und die Spannung
zu steigern.

Das macht sehr neugierig von dem unverwechselbaren Ton, der eigenen Sprache,
die Christoph Dietrich schlicht und einfach, wie das Leben eben ist, zu verwenden
weiß, noch mehr zu hören, lesen und zu erfahren, um vielleicht irgendwann ein
kleiner oder auch ein größerer „Schmierfettexperte“ zu werden und „keine Probleme
mehr mit der Abpickungsrolle zu haben“ oder sich vielleicht gar nicht auszukennen,
was „Hydrauliköl“ bedeutet.

Ich gratuliere sehr!

Auszug aus der Jurybegründung

„Mit sehr knappen klaren und doch sehr lakonischen Worten führt uns der 
1983 in Graz geborene Christoph Dietrich in die „Schmierfettlehre ein“, 
hat dabei einen eigenen, unverwechselbaren Tonfall, der viele 
Wortneuschöpfungen und Fabulierungsmöglichkeiten schafft und  formuliert 
leicht und locker das „Du“, um seine Leser in den Erzählfluß 
hineinzubringen und die Spannung zu steigern.“ – Jurymitglied Eva Jancak

Melanie KOLLER

Literaturpreis Ohrenschmaus Preisträgerin KOLLER MelanieLangsam werden

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Langsam werden

In der Früh stehe ich auf, schaue beim Fenster raus. Ich sehe den
Streuwagen, der die Straßen und Gehwege streut. Ziehe meine
Schuhe und Jacke an.

Denke mir, wenn ich bei der Türe hinaus gehe, dass es glatt ist.
Werde langsam sein, beim Gehen, dass ich nicht ausrutsche.
Ich werde langsam beim Arbeiten, dass meine
Weihnachtsgeschenke schön werden. Ich werde in meiner
Küchengruppe beim Arbeiten langsam werden. Elisabeth sagt, du ich
habe 2 T-Shirtaufträge für dich. Würdest du es machen? Ja, aber
langsam und genau werde ich es machen. Sie sagt, in Ordnung. Du
kannst es langsam machen.

Ich trinke vorher eine Tasse Kaffee mit meinem Kollegen Jürgen, und
sage zu ihm, langsam trinken. Er ist heiß.

Hat nicht lange gedauert, bin ich mit meiner Tasse fertig. Ich gehe
langsam zu meiner Arbeit. Wenn ich zu Hause in meiner Wohnung
bin, muss ich meinen Weihnachtsputz machen. Ich mache es
langsam. Ich habe einen kleinen Christbaum bekommen, den werde
ich langsam schmücken, sonst fallen die Kugeln runter. Ich bin froh,
dass ich nicht mehr so schnell, sondern langsam bin. Ich bin froh,
dass ich gelernt habe langsam zu arbeiten. Meine Kollegin Denise hat
mich für mein langsames Arbeiten, als Weihnachtsgeschenk auf
eine Tasse heisse Vanille-Schokolade eingeladen. Ich sage danke.

Heute sind wir gute Freundinnen geworden.

Kurzbiografie

Melanie Koller, geboren 1978, ist in Wien aufwachsen. Ihre ersten Berufserfahrungen hat sie bei der MA 48 und in verschiedenen Werkstätten gesammelt. Derzeit wohnt sie im Waldviertel und arbeitet bereits seit 14 Jahren in der Tagesstätte Zuversicht. Zu ihren Hobbys zählen Lesen, Musik hören und Tanzen.

Laudatio

„Langsam werden.“ Das können wir alle uns zu Herzen nehmen. Wie sind wir doch viel zu schnell und hektisch.  Alles muss in Sekundenbruchteilen erledigt sein. Die ganze Welt ist viel zu schnell. Immer rasender drehen wir uns um uns selbst. Ach, so viele von uns sind längst aus der Bahn geraten. „Langsam werden“, herunterschalten, zur Ruhe kommen.  Dann geht alles besser. Danke, Melanie Koller, für das gute Beispiel, den guten Ratschlag.“ – Jurymitglied Felix Mitterer

Schokoladenpreis

Peter GSTÖTTMAIER

Literaturpreis Ohrenschmaus Preisträger GSTÖTTMAYER PeterDRÜBASCHLOFA , HELI !

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DRÜBASCHLOFA , HELI !

Wüll des net hobm , Heli wüll des net hobm ,
STICHLN , des mog a net , do geht’s eahm net guat ,
fongt on zum spinna , sogt nix mehr, ist ongsponnt
—–LOSSTS MI GEHN —–
Wonn Heli locka ist und net beleidigt , konnst ois hobm,
geht alloani zum Spar und in Trafik , holt si Tschick und Lottoschein,
bringt si söba weida, so wia ih, genau söbi.
Heli is ehrli, is net ohdraht, sein Problem is , frißt ois eini.
Leut sogn DODL, BLEDA HUND , er sogt nix ,wird spinnat.
Heli rauft net, sein Lebta net, hot nu nie graft,
schimpft net , wehrt si net, wird ollweu leiser, schaut traurig,
loßt Schädl hänga ..
Donn redi Heli guat zua ,
Heli bist eh a klassa Hawara , mir zwoa san a bissal gleich ,
mir zwoa mögn koan Wiarbi .
Heli muaßt probiern alloani wohna , dös is so friedli,
net in da Gruppm, gonz alloani , nur du –
do host dei Ruah , do red neamd drein , dös is so schen.
Betreuer kennan Heli gonz genau , loßn eahm in Ruah.
Um Vieri ( 16 ) fohrt Heli hoam und nächsten Tog is wieda ok ,
kennst nix mehr , is wieda da Oide .
DRÜBASCHLOFA muaß ma , einfoch amol DRÜBASCHLOFA .
Schlof radiert ois aus.
Lebm geht wieda leicht .

Kurzbiografie

Peter Gstöttmaier, geboren 1962, ist seit 36 Jahren in der Außengruppe „Anlagenpflege“ der Lebenshilfe in Grein, Oberösterreich, tätig. Besonders stolz ist Peter auf seine selbständige Lebensführung, die er mit starkem Willen durchgesetzt hat. Seit 2010 wohnt er alleine und wird mobil betreut. Seine Schwester Heidi ist ihm eine treue Begleiterin und unterstützt Peter auch beim jährlichen Einreichen zum Literaturpreis Ohrenschmaus, bei dem er schon mehrfach ausgezeichnet wurde.

Laudatio

„Es gibt zwei Personen in Peter Gsöttmaiers neuem Text, die meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen, Heli und das Ich, das über ihn spricht. Heli wird uns mit wenigen Strichen meisterhaft nähergebracht: Ein gutmütiger, geradliniger Mensch ist er, wenn er sich wohlfühlt, selbständig, umgänglich, doch eher zurückhaltend. Oft genug aber wird es ihm zuviel. Seinem Umfeld fehlt allzu häufig der Respekt, vielleicht auch die Sensibilität, ihn einfach sein zu lassen, wie er nun einmal ist. Man macht sich auf seine Kosten lustig, bedenkt ihn mit Schimpfworten und muss nicht fürchten, zur Rede gestellt zu werden, Widerstand zu erfahren. Denn Heli frisst alles in sich hinein. Immer leiser wird er, er schaut traurig, lässt den Kopf hängen. Und er fängt an zu spinnen, kämpft mit seinen Aggressionen, für die er kein Ventil hat.

Diese Informationen, mit großer formaler, auch rhythmischer Präzision und feinem Gespür zu Papier gebracht, verdanken wir einem Ich, das offenbar selbst genug zu kämpfen hatte, um trotz erheblicher Startnachteile ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. In einer gelungenen Mischung aus Porträt und direkter Ansprache des Porträtierten begnügt dieses Ich sich nicht damit, eine knappe und doch nachvollziehbare Charakterstudie Helis anzubieten. Es nimmt sich seiner an und redet ihm gut zu, wenn er wieder einmal ganz unten ist. Wie ein erfahrener Psychologe – oder besser: als ein solcher – beginnt das Ich, nennen wir es Peter, damit, Helis Selbstwert zu heben: Ein klasser Haberer sei er.

Peter glaubt, die Lösung, die er für sich selbst gefunden hat, wäre auch für Heli geeignet: Er traut ihm zu, ebenfalls ein weitgehend selbständiges, autonomes Leben zu führen, alleine zu wohnen, auf diese Weise entlastende Rückzugsmöglichkeiten zu haben. Mit etwas Abstand, dem titelgebenden Drüberschlofa, ließe sich das Leben wieder leichter bewältigen.

Die Zugewandtheit zum anderen, die aus Peter Gstöttmaiers Prosa spricht, ist ein kostbares Gut. In einer Welt voller ausgefahrener Ellenbogen geht er her und lehrt die Leserinnen und Leser solidarisches Verhalten, das, was altmodisch Nächstenliebe heißt. Weil Peter Gstöttmaier aber auch ein Dichter ist, macht er das völlig unaufdringlich und mit erstaunlicher Kunstfertigkeit. Die Heli herabwürdigen, sind dem Autor nur eine einzige Zeile wert, sich mit ihnen direkt anzulegen, ist vergebliche Liebesmüh, verlorene Energie. Vielmehr beschämt der Text diejenigen, die Heli als Dodl bezeichnen, indem er sie ignoriert und stattdessen Strategien entwirft, der Bedrängnis produktiv zu entkommen. Diese Strategien beruhen auf einem gesunden Menschenverstand, der selten geworden ist.

Dass Peter Gstöttmaier dabei nicht für einen resignativen Rückzug sogenannter Behinderter wirbt, beweisen unter anderem seine regelmäßigen Beiträge zu dieser Veranstaltung, deren Qualität nicht nur mir Bewunderung abringt. Erst die Selbstbestimmtheit, das zentrale Thema seines Schaffens, setzt jene Kräfte frei, die es einem talentierten Autor ermöglichen, sich mit sich selbst und den Mitmenschen in einer Weise auseinanderzusetzen, die künstlerisch gelungen und zugleich inhaltlich bedeutsam ist.

Lieber Herr Gstöttmaier, ich gratuliere Ihnen und uns allen zu einem wunderbaren, zu Herzen und Verstand gehenden Text.“ Jurymitglied Ludwig Laher

Auszug aus der Jurybegründung

„Wieder einmal hat Peter Gstöttmaier nicht nur große poetische Kraft bewiesen, sondern auch einem seiner wichtigsten Themen eine neue Facette abgerungen: ‚Drüberschlofa, Heli!‘ handelt von zwei Menschen, dem Heli, der schwer damit zu kämpfen hat, in der Welt zu bestehen, auch weil die Umwelt ihm oft insensibel begegnet, und dem lyrischen Ich, das nicht nur Empathie für Heli empfindet, sondern die Ärmel aufkrempelt und sich aktiv um ihn bemüht, ihm mit klugen Ratschlägen unaufdringlich beisteht, ihn spüren lässt, dass er ihn schätzt und mag. Ein wunderbarer, zu Herzen gehender Text.“ – Jurymitglied Ludwig Laher

Ehrenliste

Muammer YÜCE

Literaturpreis Ohrenschmaus Preisträger YÜCE MuammerIch will den ganzen Tag saufen

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Ich will den ganzen Tag saufen

Ich denke jeden Tag warum immer ich
Mein Leben ist zerstört
Ich bin soweit gegangen
Bitte füll mir das Glas voll
Bitte füll mir das Glas voll
Ich will den ganzen Tag saufen
Ich will den ganzen Tag saufen
Ich bin so weitgegangen so gehe ich noch weiter
Ich will den ganzen Tag saufen
Ich will den ganzen Tag saufen
Ich bin so weitgegangen so gehe ich noch weiter
Der Alttraumes des Lebens stört mich
Ich kann das nicht vergessen
Warum immer ich
Ich kann nicht wie früher sein
Bitte füll mir das Glas voll
Bitte füll mir das Glas voll
Ich will den ganzen Tag saufen
Ich will den ganzen Tag saufen
Ich bin so weitgegangen so gehe ich noch weiter
Ich will den ganzen Tag saufen
Ich will den ganzen Tag saufen
Ich bin so weitgegangen so gehe ich noch weiter

Gruppeneinreichung (Kargl Christian, Kautnik Martin, Safrany Alexander, Text Paul, Wunsch-Grafton Bryn)

Der Alte Kaiser in vielen Welten

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Der Alte Kaiser in vielen Welten

Es war einmal eine welt wo sich alle ums geld gestritten haben und es dadurch hauptsächlich probleme gab. dies welt hieß „wewillrockyou“.
es wurde alles immer teurer, weil sie alle geldgierig waren. da gab
es milliarden personen, aber zwei stachen heraus wie ein dorn aus
der dornenkrone, wie ein roter diamant im schwarzen licht. der
diamant brannte wie das feuer gottes, weil der diamant gottes mund
war. da begannen die farben zu schimmer, aus schwarz wurde rot und
aus rot wurde gelb. ein roter nebel zog sich über das land. der
kaiser stand im garten und fragte sich: “ bin ich wirklich geboren
um in der wg zu hausen?“ er fragte sich: „wie viele euros muss ich
noch zahlen um meine weiblichkeit zu erlangen?“ das fragte er sich
oftmals. bis er zu dem entschluss kam, sich umoperieren zu lassen
beim oberarzt „sumacumlaune sommercoplaute“. er sucht im internet
nach dem arzt, findet viele andere und weifl nicht mehr, zu wen er
gehen soll. er geht mal zu einen in seiner nähe.
der himmel beginnt zu beben. und dann sieht er den roten nebel und
eine statur kommt. die statur stellt sich als „gewissenderoperation“
vor. „ich operiere dich, keine angst, du musst nur in den apfel
beiflen, alles wird gut, du wirst eine frau & ein mann sein, mit
muschi und pimpi.“ dem kaiser gefällt das und er willigt ein.
„träum ich das jetzt?“ der kaiser beißt in den apfel und der hat
einen komischen nachgeschmack, es ist kein natürlicher, es ist eher
ein großer apfel, in den der kleine kaiser sich hineinbeißen kann.
der kaiser kommt wieder aus dem apfel und ist nun ein
„dragQueenkaiser“. er schaut gleich was er nun da unten zwischen dem
schritt hat und sieht das er beides hat. er wünscht sich dass er
einmal als mann einmal als frau leben kann und beim klogehen das
pimpi nehmen kann und auf der straße eine muschi hat. er denkt sich
auch „gut, kann ich mich endlich für männer und frauen
interessieren“ . er kann das pimpi ausfahren und die muschi behütet
das pimpi. er sieht sich in den spiegel und sagt sich „bin ich nicht
schön“. „bin ich nicht der schönste im ganzen land?“ der spiegel
lacht laut auf sagt „was bist du jetzt?“ der kaiser sagt „ich bin
lieblich und süß“ darauf bekommt der spiegel schluckauf und einen
sprung und spricht „vule vou sche que qua“ . der kaiser ruft bei
einem sofortsevice an um den spiegel „brynwunschgrafton“ reparieren
zu lassen. der kaiser probiert den spiegel gleich wieder aus und
kommt drauf dass er nicht mehr richtig funktioniert, weil er sagt
nur mehr „s¸“. er haut den spiegel auf den boden dass er in alle
einzelteile zerfällt und ruft wieder den reparatur sevice an. die
fragen gleich „was denn schon wieder ist?“ er sagt „s¸“ er hatte nun
selbst den schluckauf.
und er bringt die einzelteile des spiegels in kranknhaus und kommt
drauf dass der spiegel seine frau ist. da beginnt er sich für männer
zu interessieren.
da wacht er auf aus der vollnakose im aufwachezimmer und ist
verwirrt. „was habe ich da geträumt?“ vl war dieses geträumte leben
das spiegelbild zu dieser welt, von mir von allem.“
da kommt plötzlich der gesunde spiegel in das aufwachzimmer und sagt
mit weiblicher stimme: „Hallo Kaiser, komm zu mir!“ Der Kaiser
erhebt sich und geht in den Spiegel hinein.“

im spiegel ist eine ganz andere welt als er gewohnt ist. dort
wachsen die bäume und blumen von oben nach unten. die häuser sind
auch in der luft. da sieht der kaiser die oma, die eigentlich schon
lange gestorben war. er sieht sein vorleben wie einen film abrennen.
er erkennt, dass das alles er ist. plötzlich sieht er sein leben
rückwärts laufen. er hatte im vorleben eine frau, die er jetzt
nicht hat. er war 3 jahre und sie 30. jetzt ist sie 56. da fiel ihm
zu liebe viel zu viel ein. er stellte die frage „bin ich jetzt alt
genug zum heiraten oder schon zu alt?“ sie bequemte sich zu reden:
„meinst du das jetzt ehrlich?“ „ja, natürlich, bubsi“ „ich meins
auch ernst mit dir, du bist mir weder zu jung noch zu alt, also lass
uns liebe machen auf dem mond und kinder kriegen und mit den kindern
auf die neue sonne warten.“ „ok, ich bin dabei, ich zieh mir nur
noch schnell die silberne unterwäsche an“.
und sie lebten glücklich und gründeten eine neue welt bis ans ende
ihrer lebenstage, die ein paar 1000 jahre dauerten.

Brigitte KOXEDER

Literaturpreis Ohrenschmaus Preisträgerin KOXEDER BrigitteErbsengroß

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Erbsengroß

Erbsen sind Hülsenfrüchte, tief unter der Erde im Garten. Die Hülse ist grün.
Damit eine grüne Hülsenfrucht entsteht, streut man den Samen aus.
Die Erbse als Hülsenfrucht, ist wie eine Kugel.
Erbsengroß ist meine Geschichte.
Ich Erbselein bin klein, rund und grün, befinde mich als kleine, runde, grüne
Kugel.
Sie ist in einer Hülse versteckt.
Auch die Hülse ist grün.
Man kann die Erbse in ein Mischgemüse daruntermischen.
Wenn man im Lebensmittelgeschäft einkaufen geht, bekommt man ein original
verpacktes Mischgemüse mit Erbsen darunter.

Herbert KASTNER

Literaturpreis Ohrenschmaus Preisträger KASTNER HerbertTaxi

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Taxi

Es gibt bei uns in Gallneukirchen Herrn Kmieczyk Krankentransport. In 29 Ländern gibt es Taxis.

Wenn man freundliche Taxifahrer telefonisch anruft, dann bringen sie die
Patienten in die Krankenhäuser, oder wenn kein Bus nach dem Theater oder
Konzert kommt, nach Hause. Sie bringen die Urlauber Touristen vom Flugzeug
in die Hotels, wenn sie sie brauchen oder in die lokalen Gasthäuser.

Nicht nur in Wien Westbahnhof gibt es die Taxis, sondern auch in den neun
österreichischen Bundesländern. Die Menschen fragen die Taxifahrer wenn sie
vorne sitzen beim Einsteigen: „Was kostet es?“

Die Menschen sprechen die Taxichauffeure nach dem Wein trinken an. Diese
bringen die Menschen nach Hause.

Also bei uns in Galli ruft man die Kmieczyk Helga 0664/2626 an.

Kurzbiografie

„Ich heiße Herbert Kastner Junior.
Ich bin geboren am Donnerstag, den 22.4.1965
Ich wohne in Gallneukirchen, Alberndorferstr.10.
Mein Tierkreiszeichen ist der Stier.
Ich war im Kindergarten im Martinstift.
Ich bin getauft in der katholischen Pfarrkirche Gallneukirchen und meine Taufpatin heißt Tante Vroni.
Mein musikalisches Vorbild ist der österreichische Komponist Wolfgang Amadeus Mozart.
In meiner Freizeit höre ich gerne Musik.
Ich war Schüler in der Sonderschule Gallneukirchen.
Ich spiele gerne Theater im Theater Malaria
Derzeit arbeite ich in den Gallneukirchner Werkstätten mit der Brigitte Penker.
Ich habe eine riesige Verwandtschaft, die Leitners, die Garbeis und die Wolfingers.
Meine Katze heißt Bärli, mein Nachbar heißt Felix Maier.
Ich bin religiös, römischer Katholik .
Meine Lieblingsmehlspeisen sind Marillenknödel, Zwetschkenknödel, Grießschmarren , Pizza und Spagetti.
Mein Reiseziel ist Tunesien.
Meine Sportart ist Tennis.
Meine Pensionistin ist die Kozlik Eva.
Ich war früher Verkäufer.
Das war mein Lebenslauf.“

Viktor NOVORSKI

Literaturpreis Ohrenschmaus Preisträger NOWORSKI ViktorGöld is guad, åwa ka Heiratsgrund

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Göld is guad, åwa ka Heiratsgrund

„Wer is in MEIN Bett?“, håt da Kenig gshreid, „wås gshiacht då? Mei Gattin bedriagt mi!“ Wieso bedriagst du mi?“
Dashrekt håt de Gattin biwad: „I woyt eich ålle TSWA! I håb glaubt, du kummst SHPEDA!“
Då håt da Kenig dunad: „Nåchdem i håb kontrollird mei Casino und mei Theater-Hotöl, i woyt kaufm a Gwaund, åwa dees Gwaundgshäft is TSUA und yets SIACH i, WO da Gwaundfakeifa IS!
Und OONE Gwaund no datSUA! Fårts å! Ålle TSWA! Åwa shnöl!“
De Ex-Kenigin Adele håt woyn a Luxuslebm, åwa hakkln neet. Da Gwaundfakeifa håt desweng neet gnua Göld ghåbt, um Shuach tsu Kaufm. Drum h åt da Gwaundfakeifa seine Gwaundpreise hächagmåcht.
Shpeda håt da Kenig WIDA gheirat. A Tseidl no shpeda woyt da Kenig Shuach kaufm. Åwa dees Shuachgshäft wår TSUA, weu da SHUACHfakeifa håt gråd mit da NEICHN Kenigin dessölwe tau, wås da GWAUNDfakeifa mit da FURIGN Kenigin håt tau! Drauf håt da Kenig WIDA gsågt: „Fårts å!“
De Ex-Kenigin Amalie håt woyn a Luxuslebm, åwa hakkln neet. Da Shuachfakeifa håt desweng neet gnua Göld ghåbt, um wås zum ESSN tsu kaufm. Åyso håt da Shuachfakeifa seine Shuachpreise hächagmåcht.
Und nommåy håt da Kenig gheirat. Yå, und wia da Kenig woyt wås tsum Essn kaufm, wår des Gshäft AA Tsua! Und nåchdem da Kenig håt gsäng, wårUM dees Gshäft LAA is, werend in Kenig sei Bett FOY is, da håt da Kenig wida gsågt: „Fårts å!“
De Ex-Kenigin Seline håt woyn a Luxuslebm, åwa hakkln neet. Da Essnfakeifa håt desweng neet gnua Göld ghåbt, um a Gwaund tsu kaufm. Auf DEES auffi håt da Essnfakeifa seine Essnpreise hächagmåcht.
Nåchdem da Kenig wida amåy håt kontollird sei Casino und sei Theater-Hotöl, håt er gsäng an Turist, der håt grerd. Kari wår da Naum fun den Turist. Der håt a Håkkn ghåbt in Auslaund. Åwa daun is ar bluntsnfätt wurn. Er håt si gshaumt und er is in dees Kenigreicherl Omokan gfårn, weu er håt glesn in ana Tseidung, dass durt a Casino is. In den Casino er håt erfårn, dass ma Göld neet nur gwina, sundan aa faLIRN kaun. Und er woyt Referentsn fun Kenig fun Omokan. Da Kenig åwa håt dawidad: „Wia sol i denn Referentsn gebm kena tsu An, der wås no nia fir mi ghakklt håt?“
Dahaam daun håt da Kenig grerd, weu er wår alaa. Und no datsua er (no) håt neet gwusst, wia er kuntad höffm dem Kari.
In dem Moment is sei eashte Frau tsum Kenig kumma und håt gsågt: „I mäch den Gwaundfakeifa falåssn, weu der håt neet gnua Göld fir mi. I mäch wida bei DIR bleibm“
Aa sei tsweite Frau is kumma und håt gsågt: „I mäch den Shuachfakeifa falåssn, weu der håt neet gnua Göld fir mi. I mäch wida bei DIR bleibm!“
Tsusetslich is sei dritte Frau kumma und håt gsågt: „I mäch den Essnfakeifa falåssn, weu der håt neet gnua Göld fir mi. I mäch wida bei DIR bleibm!“
Und Yede fun dese drei Fraun håt gheichlt: „Heirat wida mi! I bin BESSA åys de Aundan tswa!“
Da Kenig åwa håt plaatst: „I liab eich neet, weu ees liabts mi neet! Ees håbts mi nur weng mein Göld gheirat! Und ees håbts mi bedriagt! Und in MEIN Bett AA no datsua!“
„Dees Tseidungsinserat `Millioneer suacht Frau` is NEET fun dir?“, håt sei eashte Frau gfrågt und håt eam de Tseidung gebm, in wås wår gshribm dees Inserat.
„Naa, dees is NEET fun mir. I wü NEET weng mein Göld gheirat wern. Fårts å! Ålle drei!“ – De
Adele is drauf wida tsum Gwaundfakeifa und de Amalie is wida tsum Shuachfakeifa und de Seline wida tsum Essnfakeifa returgaunga.
N åchdem s`drausst wårn, is da Kenig gaunga hakkln in sein eigan Theater-Hotöl åys Shtubenmau, dass eam kane mer weng sein Göld heirat und um tsu säng aundare Bettn åys sei eigans. Sei eigans Bett håt eam erinnad auf wås drin leida gshäng wår. Und dass eam neamt kent, håt ar sei Gsicht faendan låssn fun Masknbüdna.
Und a Årwadskollegin håt si in den „Shtubenmau“ faliabt. Si håt neet gwusst, dass er da Kenig is.
Åyso håts eam datsöd, dass si eam wü heiratn. Åwa in de Gshäftn de Preise san leida hächa wurn.
Weu sunst kuntadn de fakeifa neet kaufm, wås eanare Luxusfraun woyn. De Fakeifa håbm tsu ir gsågt:“ Mir kenan unsare Preise easht daun senkn, waun uns unsare Fraun falåssn!“ und ayso håt si neet gnua Göld, um tsu kaufm Heiratsgwaund und Heirats-Shuach und Heirats-Essn. Då håt da Kenig tsu ir gsågt: „Göld is guad, åwa ka Heiratsgrund! Åys Shtubenmau i bin gaunga in dees Hotöl, dass mi kana kent und daher mi kane mer weng mein GÖLD heirat. I wår dreimåy faheirat.
Dese drei Fraun håbm mi weng mein GÖLD gheirat und håbm mi bedriagt. Waast, LIBE soy sei da Heiratsgrund, LIBE! OONE Bedriag! – Liabst du mi? OONE Bedriag?“
„Yå, i liab di, wer imma du bist! Oone Bedriag!“ håt si gauntwurt und håt eam umårmt. „Danke!
Und i liab di! Oone Bedriag! Und befur i da såg, wer i bin, muas i di no a bisserl wårtn låssn.
Fatraust ma?“ håt ER gsågt. — „Yå, i fatrau da“, håt SI gsågt.
Daun is da Kenig ins Hotöltsimma tsum Kari gaunga. Neet åys Shtubenmau, sundan åys Kenig håt da Kenig tsum Kari gsågt, dass da Kenig dem Kari Referentsn wird gem, waun da Kari tuad, wås da Kenig wü. Da Kari soy tuan, åys ob da Kari war a reicha Kenig, der wås a Frau suacht, de wås mit eam ins Theater gäd und drei Fraun wern kumma. Da Kari håt de Referentsn notwendig braucht, weu neamt Aundara håt eam gebm Referentsn. Drum håt da Kari gsågt: „Yå!“ Daun håt eam da Kenig fotografird und håt beshtöd in da tseidung fun Omokan dees Inserat „Reicher Kenig suacht Frau, de wås mit eam ins Theater gäd“ mit Foto. De Adele und de Amalie und de Seline håbm dees glesn und dees Foto gsäng und san min Kari ins Hotöl-Theater gaunga und håbm gwårt, wöche fun dese drei Fraun da Kari wü heiratn. Und a Journalist håt eana ålle midanaunda fotografird und yede fun dese drei Fraun håt in Tseidungs-Interview gsågt, dass si wü den Kari heiratn.
Da Gwaundfakeifa und da Shuachfakeifa und da Essnfakeifa håbm dees glesn und de Fraun am Foto dakent und håbm eanare Preise wida nidrig gmåcht. Und de Shtubenfrau håt kena kaufm Heiratsgwaund und Heirats-Shuach und Heirats-Essn. Und da Kenig håt tsu ir gsågt: „I bin da Kenig!“ Und de tswa håbm gheirat. Und a neichs Bett kauft.
Und da Kenig håt dem Kari de Referentsn gebm, wås ar håt ghåbt eam fashprochn. Da Kari woyt haamfårn, weu mit de Referentsn fun Kenig fun Omokan håt ar de Meglichkeid, in seine Hoamad wida a Håkkn tsu findn. Gråd wia da Kari wår Koffa påkkad, is in Kari sei Frau kumma und håt glaubt, dass da Kari war ins Bett gaunga mit de drei Fraun, wås si håt gsäng am Tseidungsfoto. Åwa da Kenig fun Omokan håt ir ållas erklerd und håt ir de Referentsn tsaagt. Dass de Gshicht håt a happy
END.


 

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-Nr.
NachnameVornameTitel des Textes 
1YüceMuammerInternet Internet (Liedertext)zum Text
2YüceMuammerZahnarzttermin (Liedertext)zum Text
3YüceMuammerAch Natascha (Liedertext)zum Text
4YüceMuammerEs war ein Traum (Liedertext)zum Text
5YüceMuammerSaufen (Liedertext)zum Text
6SarköziSilvanaEsSstörungzum Text
7SarköziSilvanaVerantwortungzum Text
8SarköziSilvanaBorderlinezum Text
9WillnerKlausEs kommt und Gehtzum Text
10WillnerKlausWenn auf der Welt alles Anders wärzum Text
11WillnerKlausHurra wir Lebenzum Text
12WillnerKlausHexe in der Strassenbahnzum Text
13WillnerKlausFaschingzum Text
14ZsivkovitsChristianWarum mir Kabbarett spielen so viel Spaß macht!zum Text
15CornMelanieViel gelerntzum Text
16TextPaulAmpelzum Text
17TextPaulapfelmuszum Text
18TextPaulSEHNSUCHTzum Text
19TextPaulwaagezum Text
20TextPaulWundertisch 2zum Text
21BonnerJürgenItalienzum Text
22AlkisHakanKopfdenken 2zum Text
23ZechElisabethMein Ohrenschmauszum Text
24KautnikMartinFreundschaftenzum Text
25KautnikMartinTherapiezum Text
27SafranyAlexanderBäume im Wind Haikuzum Text
28SafranyAlexanderDie Welt ist ein Gerichtzum Text
29SafranyAlexanderwohin ich willzum Text
30FasslWalterWeihnachtstagezum Text
31FasslWalterEs war eine schöne und schlechte Zeitzum Text
32KarglChristianDornröschenzum Text
33KarglChristianMein Leben, das Videospielzum Text
34Kargl, Kautnik, Safrany,TextChristian, Martin, Alexander, PaulDie Auswanderinzum Text
35Kargl, Kautnik, Safrany, Text, Wunsch-GraftonChristian, Martin, Alexander, Paul, BrynDer Alte Kaiser in vielen Weltenzum Text
36MessnerJulianDer schönste Tag in meinem Lebenzum Text
37MessnerJulianheiratenzum Text
38MessnerJulianliebezum Text
39WallerKurt JosefText1zum Text
40DolischkaElisabethDas Glück und die Liebezum Text
41GrünVeronikaSuche - Beziehungsgeschichtezum Text
42GrünVeronikaDie kleinen Dingezum Text
43GrünVeronikaFeengeschichtezum Text
44GrünVeronikaHöhlezum Text
45GrünVeronikaKokospalmenzum Text
46GrünVeronikaMeine Beziehung zu Gottzum Text
47MannStefanDas ist das Lebenzum Text
48MannStefanHöhlezum Text
49MannStefanKinderspielezum Text
50MannStefanPalmenzum Text
51MannStefanFaschingzum Text
52OberhuberRuthDas Wasser des Lebenszum Text
53OberhuberRuthErzählungen 1zum Text
54OberhuberRuthErzählungen 2zum Text
55OberhuberRuthIch sehe Gottzum Text
56OberhuberRuthOhne Thema (die Geschichte des Trauerns von mir)zum Text
57OberhuberRuthPersönliche Beziehungen zu Gottzum Text
58KoxederBrigitteDie geheimnisvolle Höhle in Fantasiezum Text
59KoxederBrigitteErbsengroßzum Text
60KoxederBrigittePalmen in Geschichtezum Text
61KoxederBrigitteWasserspiegel beim Sonnenuntergangzum Text
62StachlElisabethHöhlezum Text
63StachlElisabethMeine persönliche Beziehung zu Gottzum Text
64StachlElisabethTraumschlafzum Text
65KastnerHerbertDie großen Dingezum Text
66KastnerHerbertDie Suche nach Verborgenheit, nach Glückzum Text
67KastnerHerbertTaxizum Text
68KastnerHerbertWasserzum Text
69HackHerwigGroße Dingezum Text
70HackHerwigGroßmaulzum Text
71HackHerwigHöhlezum Text
72HackHerwigPinguinezum Text
73WilhelmMichaelDie Kuhzum Text
74WilhelmMichaelIch freu mich über das Glückzum Text
75WilhelmMichaelVerrücktzum Text
76WilhelmMichaelWie wär ich am liebstenzum Text
77WilhelmMichaelSpürenzum Text
78TritscherDavidSo wie du will ich seinzum Text
79TritscherDavidManchmal liegen Steine auf unserem Wegzum Text
80TritscherDavidHerz und Blutzum Text
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82TritscherDavidGefangene Gedankenzum Text
83FabraThomasGEDICHT : DIE HACKN DIE ARBEITzum Text
84FabraThomasGedicht 1zum Text
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86FabraThomasLieber Papa (Geburtstagsgedicht)zum Text
87KoperaIrisMein Traumberufzum Text
88LeserMarcusDer Spaziergangzum Text
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92GstöttmaierPeterGedichte 2017zum Text
93PodhrazkySabineWutzum Text
94UtrataKerstinMeine Geschichte über meine lieben Tierezum Text
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96SchinkoHerbertDas Herz 2zum Text
97SchinkoHerbertSchreibenzum Text
98SchinkoHerbertLustig und traurigzum Text
99SchinkoHerbertMehr Freudezum Text
100HochmüllerSilviaDas Lebenzum Text
101HochmüllerSilviaDie gute Feezum Text
102HochmüllerSilviaLebenszeitzum Text
103HochmüllerSilviaÜber das Nachdenkenzum Text
104ReschHermannDie Liebe verschenkt keinerzum Text
105ReschHermannRezept für ein schönes Lebenzum Text
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107ReschHermannDie Liebezum Text
108ReschHermannAbschied - die verflossene Liebezum Text
109KölldorferDominik MichaelDie Prisezum Text
110JöchtlBerndFünf Schweinchenzum Text
111KuhlmeyRüdigerGedankenfrüchtezum Text
112KuhlmeyRüdigerWilde Tierezum Text
113KuhlmeyRüdigerDie Maus im Hauszum Text
114KuhlmeyRüdigerWetterhexenzum Text
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116NeubauerKevinDas leuchtende Bild der Naturzum Text
117NeubauerKevinDas schönste Paradieszum Text
118NeubauerKevinDie Steiermark und ihre prächtige Naturzum Text
119NeubauerKevinLiebe ist...zum Text
120NeubauerKevinPortorozzum Text
121TapplerJohannaAtomstrahlenzum Text
122TapplerJohannaAuszug aus Ägyptenzum Text
123TapplerJohannaJeder Tag will gelebt seinzum Text
124TapplerJohannaMeine Ruhezum Text
125TapplerJohannaUrlaub in der Schweizzum Text
126HaiderFlorianAbendstimmungzum Text
127HaiderFlorianDa Klimawondlzum Text
128HaiderFlorianEin Pinsel führt dichzum Text
129HaiderFlorianGrüne Ansichtzum Text
130HaiderFlorianParadieszum Text
131SchlosserEvelineVeränderungzum Text
132SchlosserEvelineUrlaubs-Erlebnissezum Text
133SchlosserEvelineWeißer Winterzum Text
134SchlosserEvelineDie Heimatzum Text
135SchlosserEvelineParadieszum Text
136RobnigClaudiaDie Bienezum Text
137RobnigClaudiaZwei Vögelzum Text
138DietrichChristophDe guade blaue Schmierfettnzum Text
139DietrichChristophTanzfamiliezum Text
140DietrichChristophUntergang von Altgraunzum Text
141DietrichChristophWas machst du?zum Text
142DietrichChristophWie schönzum Text
143LazarusAntonAbhandlung über die Gesundheitzum Text
144LazarusAntonBrief an Papazum Text
145LazarusAntonDer Frühlingzum Text
146LazarusAntonDer Himmel und ich auf dem Weg zum Gottzum Text
147LazarusAntonHumorzum Text
148ZenzAgnes BarbaraLeben mit Trisomie 21zum Text
149DeislKurtMeine Fußball-Geschichte bei der Special Olympiczum Text
150VogrinJuttaOhne Titelzum Text
151AffenbergerBiancaEs war in Wonheim Muntlixzum Text
152JägerMelanieKunst und Behinderungzum Text
153MarekDavid SylvesterLustrüsttal 1 bis 5zum Text
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157FriseWolfgangBesuch bei der Tullner Gartenbaumessezum Text
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